Januar 30

welcome to the jungle

heute den touristisch sehr gut erschlossenen tropischen regenwald in kuranda besucht. gut befestigte wege wie die für die moderatorInnen im dschungel-camp führen durch die wildniss.

eigentlich dachte ich ja, als reisender schaue ich, dass ich mit öffentlichen bussen zum skyrail terminal komme und die fahrkarte für den zug im bahnhof kaufe. aber die im youth hostel zu buchende tour beinhaltet nicht nur den transfer  direkt vom youth hostel zum skyrail terminal sondern ist auch noch günstiger als die self made variante. also nutze ich die errungenschaften der tourismus wirtschaft und buche die tour.

vom skyrail terminal startet eine seilbahn direkt in den tropischen regenwald. an der ersten station kann man auf hölzernen gesicherten „boardwalks“ durch den urwald spazieren und sich von einem skyrail ranger erklären lassen, wie alle planzen hier zum licht wachsen, kleine planzen an den großen bäumen entlang und das regenwald gerade hier entstehen konnte weil im winter südliche winde regenreiche wolken hierher tragen und im sommer der monsun von norden ebenfalls, so dass es im ganzen jahr regen gibt.

die seilbahn führt bis nach kuranda, einem kleinen dorf in dem gebiet, das am ende des 19. jahrhunderts für goldminen erschlossen wurde. heute gibt es hier vor allem märkte, vogel- und koala-parks für touristen. aber es gibt auch ein paar kleine befestigte wanderwege entlang des barron river und durch den dschungel. hier treffe ich nur relativ wenige der besuchermassen, die täglich mit zug und skyrail kuranda bevölkern, was mir ganz recht ist, weil es trotz der befestigten wege ein wenig dschungel atmosphere bewahrt.

später fahre ich noch mit einem boot auf dem barron river, in dessen braunen wasser an der anlegestelle sich einige jugendliche aboriginals vergnügen. die süsswasser krokodile die es hier geben soll sehe ich zwar nicht, aber bei der hitze ist die bootsfahrt mit leichtem fahrtwind auf dem wasser recht entspannend.

danach geht es mit dem zug zurück nach cairns. der zug wurde um die (vorletzte) jahrhundertwende über mehr als zwei jahrzehnte gebaut, um eine sichere verbindung von der küste zu den minen zu schaffen. die vorher gebaute strasse wurde oft überschwemmt und war so zeitweise unpassierbar.

heute ist die strecke mit etlichen brücken, 15 tunneln und diversen excellenten ausblicken auf die barron river wasserfälle, das barron river tal und die küste zwischen palm cove und cairns ein angenehmes touristisches beförderungsmittel.



thomas molck

Veröffentlicht30. Januar 2005 von xthomas in Kategorie "au cairns

2 COMMENTS :

  1. By Inge (Beitrag Autor) on

    Hallo Thomas, habe gerade Deine mail 30.1. bekommen. Schöne, dass alles bisher so gut gelaufen ist. Auch die Art Deiner Berichte – ganz neu für mich – toll. Der Text ist leider zwischen schwarzen Begrenzungen nicht ganz zu lesen, aber wenn ich ihn ausdrucke erscheint er ganz. Aus dem Schmuddelwetter an der Nordsee ganz liebe Grüße von Inge

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