August 5

kos

vier tage auf kos, einer insel inmitten der dodekanes in der östlichen ägais, näher an der türkei als am griechischen festland. ich erkunde die umtriebige stadt und fahre mit dem fahrrad im süden bis zu den empros thermen und im nord-westen bis nach marmari. mit einem touristenzug geht es am ende dann noch zum antiken kurort asklepieion.

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die stadt kos ist lebhaft, ein strand mit diskorythmen und eng zusammenstehenden liegestühlen im norden und ruhigere strände im süden, der madraki hafen im schatten der neratzia festung, eine altstadt mit unzähligen shops und tavernen und überall dazwischen antike ausgrabungen …

am samstag nach der landung am vormittag und einer unkomplizierten busfahrt in die stadt erkunde ich erstmal die stadt zu fuss. durch die altstadt laufe ich erstmal zum madraki hafen und weiter zur antiken agora südlich der altstadt. von da auch geht es dann vorbei an der platane die hippokrates gepflanzt haben soll, was zeitlich nicht wirklich sein kann wenngleich der baum wirklich alt ist, auf die neratzia festung die ich mächtig nord-östlich über den madraki hafen erhebt.

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man kann in der ruine wunderbar herumklettern und hat von allen seiten einen super ausblick auf die stadt. danch geht es einmal rund um den madraki hafen und weiter nach norden zu den partystränden. liegestühle so dicht aneinander, das man den menschen neben sich beim stecken berührt, ein bar neben der anderen, diskomusik und beachvolleyball, so zieht sich das ein gutes stück hin.

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am abend beschäftige ich mich dann vor allem mit problemen mit meiner kamera. da mein altes objektiv seit zwei jahren immer mehr probleme bei bildern im tele-bereich macht hatte ich kurzentschlossen am freitag noch ein neues objektiv gekauft. im laden funktionierte das auch super mit meiner kamera, aber schon auf dem flug habe ich festgestellt, dass die blende nur bis maximal 4,5 schliesst.

damit kann man zwar mit tollen verschlusszeiten von 1/500 bis 1/1000 sekunden arbeiten aber leider erzielt man so gut wie keine tiefenschäfe. etwas, was mir an meinen bildern eigentlich besonders wichtig ist. ausserdem muss ich sehr genau auf einen korrekten schärfebereich achten. bei diesem motiv geht z.b. nur die eine oder die andere variante, alles kann nicht scharf sein.

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ich war ziemlich genervt und habe mich geärgert, dass ich mein altes objektiv nicht mindestens mitgenommen habe und schon überlegt, ob ich hier noch eines kaufen könnte oder im internet bestellen und hierher liefern lassen kann. oder ob ich mir mein altes von zuhause schicken lassen könnte.

letztendlich habe ich das alles verworfen und nehme es jetzt mal als herausforderung auch damit bilder zu machen, die meinen ansprüchen genügen. mit einschränkungen kreativ umgehen habe ich ja mal bei meiner kunstprofessorin almuth keusen gelernt 😉

am sonntag laufe ich noch etwas durch die stadt bis zum fährhafen nördlich der neratzia festung und bis zum ruhigeren strand im süden der stadt. später leihe ich mir dann ein fahrrad für zwei tage und fahre weiter nach süden, vorbei an dem etwas langweiligen psalidi bis zur südostspitze der insel, dem kap ag. fokas mit einem schönen strand und einem militärposten. griechenland ragt hier geografisch in die türkei hinein, die die soldaten von hier wohl beobachten sollen.

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weiter geht es an der südküste entland nach westen. hier wird es bergiger, auf der rechten seite beginnt die óros díkeos bergkette. am ende der straße beginnt ein wanderweg „S3“, hier sieht es schon ein wenig so aus wie an der südküste von kreta, auch wenn ich nicht weiss wohin der weg führt.

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hinunter ans meer geht hier aber der weg zur empros therme. mehr als 40° heisses wasser strömmt hier aus dem berg über ein kleines becken ins meer. die tu münchen soll dem wasser heilende kräfte bescheinigt haben. ich lege mich eine zeitlang hinein und spüle auch meine nase aus, vielleicht hilft es gegen den druck in den nebenhöhlen der mich am sonntag auf kos noch plagt (und tatsächlich, seit montag ist es deutlich besser ;-).

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tour bei runtastic

am montag streife ich erstmal etwas durch die ausgrabungsstätten, die wenige meter von meinem hotel beginnen und besuche das odeon, ein kleines amphitheater am rande der stadt. kurz darauf treffe ich richard, micha und familie im zentrum, die auch gerade auf kos urlaub machen.

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nach einem weiteren besuch der „platane des hippokrates“ mit der familie fahre ich wieder mit dem rad, diesmal zunächst nach norden bis zur nordostspitze die wieder von einer militärstation belegt wird. von da aus geht es dann an der nordküste entland nach westen. hier gibt es teilweise längere schmale sandstrände mit guten wellen, teilweise führt die strasse direkt am meer entland, teilweise führt sie auch etwas landeinwärts.

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kurz nach tigáki, einem nicht viel interessanteren ort als psalidi komme ich zu einem ausgetrockneten salzsee. mit dem rad kann ich quer durch den see bis nach marmari fahren, der ort in dem richard, micha und ihre kinder gerade urlaub machen. vermutlich sitzen sie gerade im bus zurück hierher, aber es ist schon spät und so mache ich mich auf dem rückweg. da hier ein stetiger und stärkerer nordwestwind vorherrscht der angenehmere weg.

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tour bei runtastic

heute, am dienstag hatte ich überlegt, ob ich mir einen roller leihe um die halbinsel kéfalos im westen zu besuchen, aber insgesamt mehr als 100 km (hin- und zurück) sind mit gerade doch zuviel und so beschäftige ich mich nochmal intensiver mit der antike.

ich laufe nochmal geruhsamer durch das „westliche ausgrabungsgelände“ ganz in der nähe meines hotels mit den säulen einer palästra, einer antike übungshalle der athleten, thermen und einem nymphäum an der antiken via cardo. hier kann man noch die spuren der wagenräder in den steinen sehen.

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weiter geht es durch die stadt zum hafen, immer wieder vorbei an ausgrabungen und auch an einer moderneren skulptur des mythischen wrestlings zwischen herakles und antagoras.

am hafen nehme ich dann einen touristenzug der mich vier kilometer zum höher über der stadt gelegenen asklepieion bringt. eigentlich konnte ich mir bisher gar nicht vorstellen mit so einem zu herumzufahren und der weg wäre auch super fahrradgeeignet gewesen, aber irgendwie hatte ich heute lust, einen etwas bequemeren weg zu wählen. und im gegensatz zu bussen ist so ein zug schön luftig was bei den temperaturen hier kein unwichtiger vorteil ist 😉

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asklepieion ist ein antiker kurort der am ende des 4. jahrhunderts vor unserer zeitrechnung auf der insel entstand, auf der auch hippokrates gelebt haben soll. einige hundert jahre wurden hier kranke mit verschiedenen methoden behandelt, vom schlafen in tempeln, in denen götter im traum hinweise zur heilung geben, zumindest in der späteren interpretation der träume durch die priester bis hin zu römischen bädern mit schwefel und anderen heilenden substanzen.

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der ort ist über mehrere terassen die mit großen freitreppen verbunden sind angelegt und vor allem auf der mittleren terasse stehen diverse tempel. vom den tempeln des apollon und des asklipios wurden ein paar säulen restauriert und aufgestellt, dazwischen bilden einige antike fragmente die reste des altars des äskulap. ausserdem hat man von hier oben auch einen tollen blick auf die stadt kos und den osten der insel.

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zurück im ort springe ich noch von einer pier nördlich der ausfahrt des madraki hafens ins meer und verbinge später einen gemütlichen abend an der poolbar.


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thomas molck

Veröffentlicht5. August 2014 von thomas in Kategorie "gr dodekanes

2 COMMENTS :

  1. By daniel on

    mal diene kommentar funktion testen, gut sieht der blog aus! wie sind den die pläne bist du jetzt 3 wochen in KOS oder wieder Insel Jumping?

    1. By thomas on

      ne, bin schon ein paar inseln weiter auf pátmos. danach gehts nach rhodos und dann nach kreta. beim blog muss noch so einiges angepasst werden, habe ich ja recht kurzfristig in den stunden vor dem abflug soweit gebracht 😉

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