August 28

von chalki nach heraklion

ich fahre in zwölfeinhalb stunden mit der prevelis der anek line von chalki nach heraklion, wo ich eine nacht bleibe, bevor ich wieder an die südküste nach sfakia komme.

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alle bilder der fahrt von chalki nach heraklion bei flickr >> 

um 5.50 uhr soll die fähre in chalki starten. gestern bin ich schon um 7.30 uhr aufgewacht und dachte, ich hätte die fähre verpasst, bis mir klar wurde das ich erst am nächsten tag chalki verlasse. die fähre zu verpassen wäre nicht gut, denn die anek line prevelis fährt erstmal weiter nach piräus und zurück über kreta nach rhodos und so wird sie erst am mittwoch abend wieder in chalki mit kurs auf kreta station machen. und mit anderen fähren komme ich nur nach rhodos, von wo ich dann für viel geld über athen oder thessaloniki nach kreta fliegen könnte … kurz, ich darf die fähre einfach nicht verpassen.

es klappt auch, mit marine traffic sehe ich auch, dass die prevelis, wie erwartet, schon auf dem weg von rhodos nach chalki verspätung hat und so kann ich den morgen entspannt angehen, in ruhe frühstücken und zum anleger schlendern. etwa eine dreiviertel stunde später als geplant startet die prevelis dann im sonnenaufgang über rhodos von chalki.

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die beiden untern aufnahmen sind noch von donnerstag, als die anek line prevelis das letzte mal in chalki festgemacht hat und als ich sie mit der dodekanisos express auf dem weg von rhodos nach chalki überholt habe.

vor drei jahren bin ich ja schon das erste mal über nacht mit der prevelis von rhodos nach heraklion gefahren, mit kabine zum schlafen und ankunft am mittag des nächsten tages. im letzten jahr bin ich dann von anafi über kreta nach rhodos und zurück nach kreta mit der prevelis gefahren. ich kenne das schiff also schon ganz gut 😉 und ich mag es auch mit so einer etwas langsameren fähre zu reisen. man kann besser auf deck sitzen und die reise geniessen, weil es nicht soviel fahrtwind hat wie auf den schnellfähren und katamaranen. und die anlegemanöver sind immer wieder ein erlebniss, diesmal zuerst in diafani.

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die rampe am heck wird schon lange bevor das schiff am anleger ist geöffnet und die festmacher trossen bereit gelegt. dann fährt die fähre rückwärz auf den anleger zur, der meist nur aus einem großen betonklotz besteht. eine dünne leine mir einem gewicht am ende wird an land geworfen und von dort wird damit die schwere festmacher trosse herangezogen und auf einen poller gelegt. ist die fähre so mit einer trosse an land fest, dreht sie mit motorkraft in die richtige position, bis die rampe ganz heruntergefahren wird und menschen, autos, motorräder und LKW’s zuerst rauslaufen bzw. fahren und dann wieder reinkommen. das manöver ist besonders beim recht starken wind, in böen von 6 bis 7 beaufort, den wir hier gerade haben, recht spannend. die nächste station nach diafani ist dann karpathos, am anderen ende derselben insel.

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hier dauert das aus- und einschiffen recht vieler autos und LKW’s über eine stunde. danach geht es noch zur kleineren insel kasos, von der aus es dann ein längeres stück über das offene meer nach kreta geht. ich nutze die zeit auf dem oberdeck um meinen blogeintrag zu chalki zu schreiben und endlich anzufangen die mitgeschleppten bücher zu lesen. zunächst verschaffe ich mir einen überblick über „Selbsthass & Emanzipation das Andere in der heterosexuellen Normalität“ herausgegeben von patsy l’amour lalove und dann beginne ich den thriller „Dark Web“ von veit etzold.

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schon am frühen abend erreichen wir dann sitia auf kreta und fahren dann weiter an der nordküste entlang. auch den sonnenuntergang erlebe ich noch auf der prevelis bis wir kurz vor 9 uhr mit zweieinhalb stunden verspätung in heraklion ankommen.

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in heraklion unternehme ich nicht mehr viel. im letzten jahr hatte ich hier ja nochmal zwei tage verbracht, unter anderem auch um mir die ruinen in knossos einmal anzusehen und bin heraus auf die mole des großen fährhafens und an der neuen uferpromenade bis zum stadion und strand gelaufen. damit habe ich alles interessante in dieser stadt erledigt und nach wie vor ist sie kein lohnender ort zum verbeiben.

nach chora sfakion wäre ich aber am abend nicht mehr gekommen und so musste ich eine übernachtung auf dem weg zur südküste kretas einplanen. dorthin breche ich dann am montag morgen mit dem bus über rethymnon und vrisses, von wo aus es über die weissen berge in den süden geht, auf.




thomas molck

Verfasst 28. August 2017 von xthomas in category "gr dodekanes", "gr kreta