August 14

ost- und nordsee

im sommer segele ich mit georg von wilhelmshaven über cuxhaven und den nord-ostsee-kanal in die ostsee und in die dänische südsee durch den kleinen belt nach norden bis fredericia und später noch mit der jonathan auf den ostfriesischen inseln.

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bilder von der ost- und nordsee bei flickr >>

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von fredericia bin ich nach wilhelmshaven gefahren und habe zwei nächte in der wohnung meiner mutter verbracht. ich war im oceanis, den beitrag zur expo am meer 2000 in wilhelmshaven. ein museeum über dem meer in einer simulierten tiefseestation, alles in allem eher enttäuschend. aber passend zu meiner aktuellen lektüre: „der schwarm“ von frank schätzing.

in diesem tausendseitigen spannenden roman wird entlang der erlebnisse einer handvoll wissenschaftler beschrieben, wie sich anormalien im meer häufen. waale greifen menschen an, krebse beherbergen giftige bakterien und würmer, fressen sich in methanhydrathe im meer und bringen damit die kontinentalabhänge vor norwegen zum absturz.

die ganze story läuft auf intelligente tiefseewesen hinaus, die das alles steuern um die menschheit zu vernichten. das ist der fiction-teil. ansonsten gibt es eine menge science, über den raubbau der menschheit an den meeren und die ökologischen zusammenhänge der ozeane und des klimas. jochen war von dem buch recht begeistert und hat es mir zum geburtstag geschenkt. genau die richtige lektüre für einen mehrwöchigen segeltörn auf nord- und ostsee.

von wilhelmshaven bin ich dann nach bensersiel aufs boot und wir sind über langeoog und norderney bis hier nach borkum gesegelt. bei beständigem südostwind bleiben wir zwei bis drei tage.

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das ist ganz gut so. mittlerweile mag ich borkum mehr als die meisten anderen inseln. der ort ist städtisch, aber nicht so snobistisch wie norderney und er liegt direkt an diesem herausragendem weststrand der alles hat, was ich an den stränden der ostfriesischen inseln schätze. starke brandung bei westlichen winden, städtisches ambiente, strandpromenade, gewaltige küstenbefestigungen die die kraft der nordweststürme erahnen lassen denen sie trotzen sollen, sonnenuntergänge und strandcafés, ein vielfältiger ort. und manchmal gibt es sogar klassische musik aus dem pavillion direkt vor den cafes. und letztes jahr war ich etwas weiter im osten, beim fkk strand in der sauna.

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thomas molck

Veröffentlicht14. August 2004 von xthomas in Kategorie "de nordsee", "de ostsee

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