Februar 20

circular quay

gestern bin ich am späten nachmittag dann zum ersten mal ins zentrum gefahren. von newtown mit dem zug zum circular quay. der zug fährt nach der central station zunächst in einem tunnel unter dem central business district her um dann kurz vor dem circular quay wieder ‘aufzutauchen’ und aus dem bahnsteige blicke ich schon auf das lebendige treiben am kai, das opera house und die harbour bridge.

von hier starten fähren zu den verschiedenen vororten in der bucht von sydney, alle paar meter gibt es verschiedene strassenmusik und die abendsonne wirft ein schönes licht auf die schalen des opera house.

ich laufe am kai entlang zur harbour bridge und sehe im stahlgerüst leute herumlaufen. bridge climbing. eine besondere touristen attraktion, besonders gesichert auf das stahlgerüst der brücke zu klettern. schon interessant, aber es kostet 165 AU$ (ca. 100 euro) und man darf keine eigene kamera mitnehmen. “we take fotos of you, one is free an you can buy more”. ich lasse die attraktion vorüberziehen.

unter der habour bridge her gehe ich zur wharf bay, alte docks in denen jetzt theater, nobelrestaurants und appartments sind. trotzdem gibt es noch einen rest von hafenatmosphere was sydney von melbourne unterscheidet.

die ‘altstadt’ – the rocks – auf der anderen seite der harbour bridge beim circular quay ist eher enttäuschend. hier entstand die erste siedlung der englischen invasoren aber nachdem 1900 hier die pest ausbrach wurden etliche häuser abgerissen. zwar wurde in den 70ern erfolgreich verhindert, dass hier hochhäuser wie im central business district hinter der circular quay railway station gebaut wurden, aber die häuser sind trotzdem alle sehr modern und das gebiet hat so wenig gewachsene urbane atmosphere.

am abend fahre ich mit dem bus zurück nach newtown von bei queeruption ein konzert mit verschiedenen queer bands in einem wohnraum stattfindet, der kleiner ist als die küche meiner wg.

am nächsten tag fängt es mittags an zu regnen. wir können den garten mit planen einigermassen ’überdachen’ und unter den planen und im haus finden jetzt einige workshops statt.

bei einem workshop geht es um aktionen auf dem mardi gras, sowas wie der christopher street day oder der melbourne-mitsumma in sydney. im letzten jahr wollten die leute aus sydney dort anti-kriegs flyer verteilen. die organisatoren wollten ihnen das verbieten und meinten, flyer verteilen zu dürfen kostet 5000 AU$ (ca. 3000 euro) und holten schliesslich die polizei um das verbot durchzusetzen in diesem jahr steht der mardi grass unter dem motto “our freedom your freedom™”!



thomas molck

Veröffentlicht20. Februar 2005 von xthomas in Kategorie "au sydney

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