Dezember 27

round tenerife

montag bin ich nochmal alleine mit dem auto durch das tennogebirge im nordwesten und über puerte de la cruz rund um die insel zurück nach el médano. gestern und heute dann wieder kleinere radtouren in der umgebung

im nordwesten war ich bei meinem ersten besuch auf teneriffa nur bis nach los gigantes gekommen. jetzt kurve ich über die serpentinen der giganten hinüber.

zunächst durch santiago del teide nach masca. auf einem der zu überquerenden gipfel läd ein nettes vw-bus-café zu einem cafe mit blick in die schlucht von masca ein.

ans ende der schlucht von masca kann man von los gigantes auch mit dem schiff fahren und dann durch den barranco zum 600 m höher gelegenen masca wandern. allerdings gibt es von hier dann nur ein bis zwei mal am tag eine busverbindung.

das tennogebirge insgesamt reizt zu klettertouren so wie ich sie anfang des jahres am anderen ende der insel im anagagebirge unternommen habe. ausgehend vom mirador de baracan zum beispiel wo sich die wege aus den tälern des tennogebirges im westen und von der küste im norden treffen.

von hier aus fahre ich nach buenavista del norte und dann an der küste entlang nach osten über garachico nach puerto de la cruz. die küstenorte hier haben meist nur sehr kleine strände und durch felsen geformte becken in denen man schwimmen kann.

in puerte de la cruz gibt es rund um das casino zusätzlich eine künstliche meerlandschaft mit strandmäßigen pools unter palmen. hier schaffe ich es mit der letzten sonne noch einige fotos am meer zu machen und laufe dann am abend durch die stadt. insgesamt ist der ort nicht ganz so künstlich wie los christianos und playa des las americas. wenn man von der promenade am meer und den einkaufsstrassen etwas abkommt hat man fast das gefühl, sich in einer normalen stadt wie santa cruz zu bewegen.

als ich eben durch die stadt gelaufen bin dachte ich noch, dass es trotzdem natürlich eine touristenstadt ist und insofern der flair des reisens in der großen weiten welt fehlt, wo ich an den realen orten der dort lebenden menschen herumglaufen bin und in cafés geschrieben habe.

aber ich bin gerade nicht mehr so sicher ob das so stimmt. ich sitze in einem etwas abgelegenen cafe am östlichen strand und ich habe schon ein ähnliches gefühl wie oft auch auf anderen reisen. und auch auf anderen reisen waren genug orte touristisch geprägt.

letztendlich ist es eigentlich auch egal, wichtig ist ob man sich an einem ort wohl fühlt, angeregt und inspiriert. das klappt natürlich nicht auf der neckermann-touristen-promenade aber manchmal eben schon ein kleines stück davon entfernt.

gestern bin ich dann hier in der nähe von el médano geblieben. ich geniesse es, an den vormittagen einfach nur zuhause über dem strand am meer in der sonne zu sitzen, zu lesen und sonst nichts zu tun.

nachmittags bin ich dann vorbei am surf-spot zum montaña roja gefahren und habe in den windgeschützten klippen der westseite, am gay-beach von el médabo, die sonne bis zum untergang genossen. unterbrochen nur von gelegentlichem schwimmen im atlantik.

heute dann nochmal eine längere radtour von etwa 40 km und in eine höhe von 609 m zum mirador de centinela (der spitze berg im hintergrund des bildes unten) – wo ich samstag bereits mit inge mit dem auto kaffe getrunken habe – mit einem herausragenden blick auf die gesamte südwestspitze der insel von el médano bis los christianos.

ich denke, in den nächsten beiden tagen werde ich nichts aufregendes weiteres unternehmen und samstag fliege ich ja schon wieder zurück nach düsseldorf. so wird das vermutlich mein letzter weblogeintrag dieses besuches auf teneriffa sein.



thomas molck

Veröffentlicht27. Dezember 2006 von xthomas in Kategorie "es teneriffa

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