Februar 18

cape town to durban

am samstag fliege ich von capt town nach durban, erkunde ein wenig die stadt und bleibe am abend in der bar des happy hippo backpacker, ein backpacker in einem alten lagerhaus, eingerichtet fast wie ein kulturzentrum.

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wieder in der luft. mit „1st time“ einer günstigen südafrikanischen airline fliege ich nach durban. abgesehen davon, das der kaffe hier 7 rand (70 cent) kostet, ist der unterschied zu british airways nicht so riesig. immerhin gibt es hier kaffee, im gegensatz zum ba flug von düsseldorf nach london.

nach dem start geht es erstmal über den anderen und größeren teil cape towns, über die townships im südosten hinter dem tafelberg. die einfachen holz- und blechhütten dieser slums, waren schon auf der fahrt zum flughafen unübersehbar, wenngleich sie von der autobahn durch zäune getrennt sind.

in durban fahre ich erstmal ins happy hippo, einem backpacker in einer alten lagerhalle, das von der einrichtung auch ein soziokulturelles zentrum sein könnte. sind aber kaum leute hier und ich mache mich auch direkt weiter auf zum meer und laufe einmal bis zur etwa 2 kilometer entfernten golden mile.

dort treffe ich ben, einen österreicher den ich schon in cape town in der ashanti lodge gesehen haben, der dann mit demselben flug wie ich nach durban geflogen ist und auch im happy hippo war.

am abend bleibe ich in der bar auf dem dach des happy hippo. eigentlich gibt es nur eine handvoll gäste. ein älteres ehepaar, das von einer tour in ein zulu-dorf mit übernachtug dort erzählt, sam und chris aus wales, ferdi und hannes aus deutschland und ben.

sam und chris sind eher die typischen backpacker, die morgens surfen und sonntag in die ushaka marine world gehen. das ist ein kombiniertes spassbad mit riesenrutschen und aquarium wo man über den fischen schnorcheln, zu haien hinabtauchen und delphinshows anschauen kann. ushaka marine world ist direkt neben dem happy hippo und wenn man quer durch die shopping zone läuft kommt man auch ans richtige meer.

ben hat vor einem jahr ein praktikum über mehrere monate in einem township-projekt in cape town gemacht, wobei er meint, die leute die dort wohnen würden das nicht mehr als township sehen sondern eher als community.

er erzählt auch von freunden die überfallen und autos die ausgeraubt wurden. und über gangs die sich in den townships bekriegen. aber auch das er selbst zwar am anfang mit maximal 50 rand aus dem haus gegangen ist, aber später da lockerer rangegangen sei und das ihm nie was passiert ist.

ferdi aus berlin macht gerade seinen zivildienst mit behinderten in hermanus, etwas östlich von cape town und hannes, der gerade in emden studiert besucht ihn. die beiden haben auch schon eine wilde reise über mozambique und soweto hinter sich.

ferdi und ben erzählen von hierarchien bei den gangs und im knast, den 28, 27 und 26. die höchsten sind die 28, die die schon jemanden umgebracht haben. ben empfielt mir den film „Ross Kemp on Gangs“ dazu.

ferdi fasst die politische situation in südafrika recht kurz zusammen: die scharzen haben jetzt die macht, die weissen das geld und die farbigen gar nichts. farbige, also kindern von weissen und scharzen, oft kinder schwarzer frauen und weisser männer die sich nicht weiter um sie gekümmert haben, hatten in der apartheit eine etwas bessere stellung als die schwarzen und stehen nun am ende der hierarchie.

wobei das mit der macht und dem geld natürlich nur tendezen sind. die masse der schwarzen hat nach wie vor weder macht noch geld, einige haben macht und einige auch geld.

zwischendurch kickern hannes und ich gegen die surfer aus wales mit nur wenigen erfolgen auf unserer seite und später verlieren wir auch beim billiard deutsche gegen wales/österreich, hier aber nur knapp 🙂

am sonntag unternehme ich einiges, aber am abend stecke ich dann fatalerweise die speicherkarte aus meiner kamera in einen cardreader, der hier in die rechner eingebaut ist. erst kann ich damit meine daten nicht lesen und dann wird das filesystem der karte nicht mehr erkannt. auch nicht in der kamera.

zum glück habe ich alle bilder aus cape town schon auf einen usb-stick gesichert, aber die bilder von gestern und heute sind wohl verloren. dass ist dann der nachteil der digitalen fotografie. entsprechend frustriert gehe ich früh schlafen und nehme mir vor, dinge die ich wichtig fand am dienstag nochmal zu fotografieren und den bericht von sonntag und dienstag gibt es dann morgen, hoffentlich mit bildern.



thomas molck

Veröffentlicht18. Februar 2008 von xthomas in Kategorie "za kwazulu-natal

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