Februar 24

ko phangan

zwei tage bleiben mir noch für ko phangan, die insel der vollmondparties. vollmond ist schon ein paar tage her, aber ich finde lange strände die zum strandwanderen einladen, einsame tempel und schöne wasserfälle.

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ko phangan bilder bei flickr >>

am mittwoch morgen fahre ich von ko tao zurück nach ko phangan. es gibt drei reedereien, die die inseln im südlichen golf von thailand anfahren, die billiglinie songsserm mit der ich herkam, lomprayah mit modernen katamaranen die z.b. mein reiseführer oder auch das nang yuan ressort empfehlen (manchmal stoppen die katamarane sogar auf ko nang yuan) und seatran, die mittelklasse.

am lomprayah pier konnte ich gestern schon die massen beobachten, die sich auf dem pier drängeln. darauf habe ich keine lust und ein klassisches schiff gefällt mir auch besser, so fahre ich mit seatran, die mit ihren fähren ohnehin genauso schnell in ko phangan sind, wie die lomprayah katamarane.

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und tatsächlich fahren nur wenige mit seatran, kein gedränge auf dem pier, viel platz auf dem schiff und nach dem ablegen fahren wir nochmal an den beiden konkurrenzlinien vorbei.

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und dann geht es mit hoher geschwindigkeit nach süden. ko phangan kann man noch nicht sehen, so geht die bewegte fahrt ein gutes stück über das offene meer.

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ko phangan präsentiert sich heute sonniger und damit freundlicher als am samstag, als ich hier mit songserm vorbei gefahren bin. ko phangan wird zusätzlich auch von einer klassischen autofähre angefahren.

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mein hotel für die nächsten zwei tage, das Buakao Inn ist schnell gefunden und macht einen freundlichen eindruck. thongsala, die hauptstadt von ko phangang ist auch wieder deutlich städtischer als ko tao.

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nachdem ich ein wenig durch die stadt gelaufen bin nehme ich ein motorradtaxi nach haad rin. motorradtaxen sind hier ein verbreitetes verkehrsmittel für einzelreisende. in bangkok haben sie auf den ständig verstopften strassen auch einen echten verkehrsvorteil. hier fährt mein fahrer eher bedächtig, was mir aber auch ganz recht ist, den helme gibt es für passagiere nicht.

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haad rin ist eine halbinsel mit einem strand im osten (haad rin nok) und einem im westen (haad rin nai). ich lasse mich erstmal direkt zum schöneren haad rin nok bringen. zuerst fällt mit die brandung auf, die ich in der form in thailand zum ersten mal sehe.

hier finden bei vollmond die vollmondparties statt, für die schon mal 10.000 partywütige anreisen und wegen der die preise für die unterkünfte rund um vollmond um ein vielfaches steigen.

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ich laufe auf die andere seite zum haad rin nai, wo auch der kleine hafen und pier mit lustigen bungalows in form eines schiffes in einem wasserbecken liegt.

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von hier aus laufe ich am strand entlang zurück nach westen. der strand zieht sich über ca. 11 km bis nach thonsala und an den meisten abschnitten reiht sich eine bungalowanlage an die nächste. in haad rin nai haben sie teilweise noch einen alternativen touch, wie die laid back bungalows:

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nach etwa einer halben stunde bin ich am ao hin or. hier beginnt ein felsigerer abschnitt mit weniger anlagen, der ein wenig an die südküste von ko tao erinnert.

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nach etwa zweieinhalb stunden komme ich zum hafen von haad baan tai, dem ort zwischen thonsala und haad rin an der südküste. der hafen sieht aber auch nicht so aus, als ob hier öfter segelyachten vorbeikommen. eigentlich habe ich so einen hafen noch nirgendwo ausser in krabi gesehen.

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es ist schon spät, daher laufe ich etwas zügiger weiter an den diversen ressorts entlang, die nach dem hafen wieder den strand säumen. sie sind sehr unterschiedlich, wie z.b. das ordenliche und offensichtlich auf familien ausgerichtete milky bay resort oder das einfachere etwas heruntergekommene two rock ressort direkt daneben, aus dem rockmusik zum meer hinüberklingt und aus dem mich ein langhaariger mann mittleren alters von der bar aus freundlich grüsst.

und ein stück weiter folgt das power resort, von dem aus kitesurfer starten. angebote zum tauchen gibt es natürlich auch in jeder zweiten anlage.

ich schaffe es bis zum sonnenuntergang nach gut drei stunden fast bis nach thongsala. in der dämmerung kurz vor der stadt laufe ich noch an den einfachen bungalows ärmerer thais am strand kurz vor der stadt vorbei.

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am ende komme ich erschöpft zurück ins bua kao in und bleibe erstmal dort bei „phenang noodles – a spicy mix of pork & shrimp with peanuts & curry“, diesmal genau richtig scharf 😉 ansonsten fühle ich mich in der zur strasse offenen bar/restaurant des bua kao schon ein wenig wie in einem englischen pub.

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am donnerstag leihe ich mir wieder einen roller. der besitzer des bua kao in empfiehlt einen zeitungshändler um die ecke, der auch roller vermietet. er meine einige läden hier vermieteten hochglänzende roller und kassierten dann später für vermeintliche kratzer. aber der zeitungshändler würde das nicht machen, „he’s to lazy for that“.

der honda roller ist auch schon etwas älter und nicht hochglänzend, was mir nichts weiter ausmacht. am anderen ende der insel macht mich allerdings ein anderer rollerfahrer darauf aufmerksam, dass mein hinterrad ziemlich eiert. aber auch das hatte am ende keine bösen folgen.

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ich fahre zunächst die westküste entlang, wo es keinen durchgehenden strand gibt, sondern wo zu jedem strand einzelne kleine stichstrassen führen. da ist es auf jeden fall einfacher, mit dem roller von strand zu strand zu hoppen. an jedem strand gibt es ein paar anlagen, felsen, liegestühle, restaurants, thaimassage, …

zumindest an denen, zu denen ich runterfahre, den ruhigeren haad son, den größeren und belebteren haad salad und den ao mae haad mit der kleinen vorgelagerten insel koh ma, zu der man über eine sandbank laufen kann.

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von da aus geht es weiter nach ao chaloklum an der nordküster, einem fischerdorf wo am pier und am strand die tintenfische getrocknet werden. die strände der bergigeren ostküste erreicht man nur mit dem boot von hier oder von haad rin sicher. ansonsten gibt es anstrengende und langwierige fusswege oder unbefestigte sandstrassen vor denen allgemein gewarnt wird.

ich frage einen bootsmann am hafen, der meint ein boot zum nächsten strand, dem haad khuad („bottle beach“) kostet 400 bath. wenn mehrere passagiere zusammenkommen teilt sich der preis auf, aber danach sieht es nicht aus. hin und zurück also 800 bath, ca. 20 euro. das spare ich mir, ich habe schon genug tolle strände gesehen 😉

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stattdessen fahre ich über die hauptstrasse zurück nach süden und stoppe nach kurzer fahrt bei einem chinesischen tempel der hier so auf den berg gebaut wurde, dass die buddhas und andere heiliege figuren innerhalb und ausserhalb der tempel eine schöne aussicht auf die bucht von chaloklum haben.

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danach stosse ich auf halber strecke von der nord- zur südküste auf den than sadet nationalpark. ich lasse den roller stehen und laufe zuerst zum phaeng wasserfall und dann über einen wilden weg durch den dschungel zum dome sila view point. die wege sind hier, ähnlich wie in railey, gut ausgeschildert und oft mit seilen gesichert. ich steige über wurzeln, laufe über die steine des wasserfalls und durch die vielfältigen pflanzen.

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am ende lege ich mich in einen der kleinen pools, die der wasserfall bildet und entspanne mich nach dem vielen herumklettern.

am frühen abend fahre ich dann noch etwas an der südküste herum, geniesse den sonnenuntergang und esse in einem netten restaurant an der stelle, wo am rande von tongsala die strasse endet und der strand beginnt „Pad Pleaw Whan“.

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thomas molck

Veröffentlicht24. Februar 2011 von xthomas in Kategorie "th ostküsteninseln

1 COMMENTS :

  1. By dan (Beitrag Autor) on

    he’s to lazy for that“. grossartig!

    toll die ganzen 7elven läden die überall sind und auch immer rundum die uhr aufhaben 😉

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