März 3

jeffreys bay

jeffreys bay der surfspot hier an der küste sein und in der tat gibt es gleich drei billabong shops. die wellen hingegen finde ich nicht so beeindruckend wie an der wild coast oder in durban. aber dafür wohne ich in einem sehr coolen backpacker, der ubuntu lodge.

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alle bilder von jeffreys bay bei flickr >>

ubuntu ist isiXhosa und bedeutet soviel wie community, gemeinschaft. und so ist auch die atmosphere hier. zwei traveler haben die ubuntu lodge aufgebaut und zu ihrem zuhause gemacht, dass sie mit den anderen travelern teilen. so fühle ich mich manchmal schon mehr wie in einer befreundeten wg als in einem backpacker. ausserdem gibt es freies internet – aber nicht mit ubuntu sondern mit windows -,freien kaffe und corn flakes zum frühstück.

insgesamt ist alles in jeffreys bay irgendwie am surfen orientiert. auch hier sind die meisten gäste surfer und überall gibt es surf shops. sven, ein nachbar der mich am mittwoch mit seinem alten mercedes aus humansdorp abgeholt hat, meint auch, der ort würde immer grösser und in den nächsten 10 jahren wohl mit dem 8 km entfernten st. francis bay zusammenwachsen. dabei stünden die meisten der neuen häuser in der überwiegenden zeit voll möbiliert leer, weil leute die es sich leisten können sich so ein haus einfach als urlaubsdomizil gekauft haben aber nur für kurze zeit im jahr überhaupt hier seien.

am donnerstag laufe ich dann erstmal zum strand zu den sogenannten „supertubes“. die sind aber im vergleich zur wild coast und durben nicht wirklich beeindruckend. aber der strand hier ist echt schön, hinter kleinen flachen dünen und meistens mit flachen felsen an der wasserlinie.

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bei den „supertubes“ sind am flame crescent zwei backpacker direkt am strand, dreamland und beach music. super lage aber abgesehen von den „supertubes“ etwas weit weg von allem anderen.

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ich laufe einige zeit am stand entlang richtung süden, wo das zentrum von jeffreys bay liegt. das wasser, das nun meine füsse umspült, ist erheblich kälter alses gestern noch in buffalo city (east london) war und mein drang hier schwimmen zu gehen hält sich in grenzen. die wenigen surfer die ich sehe sind auch schon mit neopren unterwegs.

in der höhe des zentrums sind die felsen an der wasserlinie eine zeitlang unterbrochen, so dass man hier gut schwimmen könnte, wenn das wasser nicht so kalt wäre.

noch etwas weiter südlich liegt dann das island vibe. bei der planung war ich etwas unschlüssig, ob ich ins ubuntu oder hierher gehen soll. das ubuntu hat eindeutig die coolere atmosphere aber das island vibe die bessere lage. auf einer düne direkt am meer und nah am zentrum.

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auch wenn ich hier heute zeitweise etwas unsicher war, ob das island vibe nicht doch die bessere wahl gewesen wäre, als ich mich in der entfernung von ubuntu und zentrum etwas veschätzt habe und nicht mehr alles machen konnte, was ich hier noch machen wollte, so ist mir am abend doch klar, dass das ubuntu eine super wahl war.

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nachdem ich den etwas uninteressanteren weg über die straße zurück nach norden gelaufen bin, kaufe ich ein wenig ein und plane und buche die nächsten stationen meiner reise. da ich es in den letzten tagen doch etwas nervig fand, die nächsten übernachtungen und busfahrten einen tag vorher zu organisieren und einige backpacker so kurzfristig dann doch manchmal ausgebucht sind buche ich jetzt fast alles bis ans ende.

danach mache ich mir zum ersten mal selbst ein warmes abendessen, was sich alleine aber nicht wirklich lohnt, mache den chintsa-eintrag füs blog fertig und setze mich mit einem glas weisswein bei netter musik ins gemütliche wohnzimmer mit balkon zum meer um zu schreiben.

während ich heute nachmittag etwas genervt war, weil nicht alles so geklappt hat, wie ich mir das gedacht hatte – insbesondere dass ich es nicht in ein internetcafe geschafft habe um meine bilder vernünftig zu sortieren, denn hier im ubuntu gibt es zwar freies internet aber nur einen uralten blassen monitor mit farbfehler, der dazu nicht wirklich geeignet ist – geht es mit jetzt nach dem essen, dem veröffentlichen des chintsa eintrages und in dieser gemütlichen atmosphere wieder richtig gut.

aber diese wechsel in der stimmung, dinge die gut funktionieren und andere wo man sich verschätzt gehören eben auch zum reisen. es muss nicht immer alles genauso funktionieren wie geplant.



thomas molck

Veröffentlicht3. März 2008 von xthomas in Kategorie "za garden route

1 COMMENTS :

  1. By dan (Beitrag Autor) on

    richtig! vielleicht ist es sogar sehr gut, wenn dinge mal nicht so funktionieren, wie sie „geplant“ waren, vorallem wenn man sich gern auf sein intellekt verläßt … in dem moment, fängt man oft an mit dem bauch zu entscheiden und sich „bewußt unbewußt treiben“ zu lassen, allerdings bei der kurzen zeit möcht man natürlich jeden tag perrfekt nutzen, verständlich. wusste garnicht das SA so ein Surfers Paradies ist!

    habe deinem rollerchen das neue nummernschild angeschraubt und in ein bisschen sauber gemacht 🙂

    ps: dem kerl hättest mal „UBUNTU“(Linux) in die hand drücken sollen!

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