August 21

venedig 2026 – arsenale & giardini (la biennale)

am wochenende besuche ich die haupt-ausstellungsorte der biennale im arsenale des alten hafens und in den giardini mit den klassischen pavillons. am freitag davor und am montag erhole ich mich am strand im norden von lido.

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Florentina Holzinger: Seaworld Venice, pavillon österreich

nach längeren touren durch die stadt in den ersten fünf tagen brauche ich am freitag etwas erholung. ich gehe den tag ruhiger an und fahre erstmal wieder mit dem bus zum free beach am lido d’annunzio. diesmal laufe ich erstmal den strand entlang bis zum letzten strandabschnitt im norden, wo das naturschutzgebiet beginnt. hier ist nicht mehr soviel los und ich schwimme etwas länger am strand entlang und zurück, danach geht es dann erstmal wieder zurück zum hotel.

später fahre ich dann doch nochmal in die stadt zum markusplatz und besuche in der gegend noch zwei ausstellungen. zunächst direkt am markusplatz den collateral event der biennale mit einer einzelausstellung von  tadeusz kantor.

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markusplatz
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Tadeusz Kantor: Bather / Woman in a Bath – mannequin from S. I. Witkiewicz’s play Tha Water Hen, Umbrella and Figures, Umbrella
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Tadeusz Kantor: I Hold the Painting in Which I Am Painted as I hold a Painting, from the series Further On, Nothing

und etwas weiter vom markusplatz nach osten liegt im palazzo delle prigioni direkt neben dem dogenpalast der „pavillon taiwans“, der offiziell aber auch als collateral event geführt wird, vermutlich um der frage einer anerkennung taiwans als nationaler teilnehmer aus dem weg zu gehen. hier wird ein surrealer film mit einer KI-generierten figur die über kunst und wahrnehmung spricht. platz nehmen kann man zum zuschauen auf skulturen von gliedmaßen.

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„pavillon taiwans“
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Li Yi-Fan: Screen Melanchol

so habe ich bis 19 uhr noch zwei collateral events rund um den markusplatz besucht und fahre jetzt noch nach giudecca zum essen am kanal.

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le zitelle, giudecca
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am samstag fahre ich dann direkt zur station arsenale und bin pünktlich um kurz vor 11.00 uhr am eingang, um möglichst viel zeit in der ausstellung verbringen zu können. wie frühere biennalen auch, startet die biennale 2026 mit dem titel „In Minor Keys“ bunt, das fühlt sich schon mal gar nicht so nach moll an, sondern eher laut.

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Daniel Lind-Ramos: Guardaverde (The Green Guardian), Georgina Maxin: Borrowed Books and Underlined Statements, Cauleen Smith: We Could Be Heard for Miles In The Night
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direkt am anfang läuft auf vier leinwänden Cauleen Smith film „The Wanda Coleman Songbook“ einer „multi-sensory meditation on Los Angeles“. in der mitte stehen sofas und laden zum verweilen ein.

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es folgen weitere bunte gebilde von guadalupe maravilla mit dem sprechenden namen „ICE Age Disease Thrower“, fotos von carrie schneider auf eine einen kilometer lange „factory “jumbo roll” of chromogenic paper“ gedruckt und  daneben alte schwarz-weiss fotos aus der dunkelkammer von eustáquio neves.

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Guadalupe Maravilla: ICE Age Disease Thrower #2, #3, #4
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Carrie Schneider: First Living Woman
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Eustáquio Neves: Cartas ao mar
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es folgen große hoch  aufgehangene bilder des afrikanischen künstlers kaloki nyamai die ein wenig wie batik wirken und später dann düster melancholische skulpturen in der sich menschen, pflanzen und tiere verbinden von nick cave und diverse weitere inspirierende werke aus aller welt in der corderie, der ehemaligen seil- und schiffstauwerkstatt des arsenale die seit 1998 teil der biennale ausstellung ist.

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Kaloki Nyamai: Imwana sya vika, Kana kakwa, Katwa kau, Ithyonze nitwavika vaa 2, Ithyonze nitwavika vaa
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Nick Cave: Amalgam (Resuscitation), A-mal-gam
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Nicholas Hlobo: Umrhubuluzi, Werewere Liking: À la Cap Town, Facilitateurs, Thania Petersen: Cosmological Offerings for a Drowning World
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Sawangwongse Yawnghwe: People’s Desire, Thania Petersen: Cosmological Offerings for a Drowning World
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Mmakgabo Mmapula Helen Sebidi: Dumelang (Greetings)
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Akinbode Akinbiyi: Ndakaru (Dakar)
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Guadalupe Rosales
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Raed Yassin: Azya’ Yassin

azya’ yassin wirkt wie pop art, ist aber eine sehr persönliche auseinandersetzung von raed yassin mit seinem vater, samir yassin, der in paris bei pierre cardin modegestalter wurde und dann von den 60er bis in die 80er jahre in beirut ein gefeierter modemacher wurde. beirut war damals das „kleine paris des mittleren ostens“ mit viel französischer modekultur, burlesque kabaretts und chicen models. später stetzte er seine modeschaffen in saudi arabien fort und hatte dort auch eine liebesbeziehung mit einer saudischen prinzessin, die aber aufgrund der strengen sozialen beschränkungen inn saudi arabien nicht ausgelebt werden konnte. der ehemann der prinzessin entdeckte die beziehung und sie wurde getötet, samir yassin ging zurück nach beirut, wo er zurückgezogen und versteckt lebte und keine kleidung mehr gestaltete. aber seine sehnsucht nach mode blieb. da es in der zeit keine models in beirut gab, gestaltete er ausgeschnittene models aus dem playboy magazin die er mit polaroid fotografierte. mitte der 80er jahre wurde er dann in beirut ermodert.

irgendwie passt die geschichte zu den immer wieder ausgestellten skulpturen einer „Verzauberung von Schönheit und Schmerz“ (ausstellungstext) und den morphing bildern in „Grapht“ nick caves.

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Nick Cave: Grapht, Amalgam (Plot), Carolina Caycedo: Ñañay Kculli ~ S’oam Bawi Wenag ~ Kiik K’úum
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Kennedy Yanko: The bond between matter and heaven
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Michael Joo: Noospheres Expanded (Organic Growth Crystal Reef)
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Laurie Anderson: Notebook
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am ende der corderie geht es dann wieder nach draußen ins arsenale zu den länderpavillons im hinteren teil.

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MONITOR YIN YANG, pavillon argentinien
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Dana Awartani: May your tears never dry, you who weep over stones, pavillon saudi arabien
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Security Guarantees, pavillon ukraine
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in den videos zum projekt „Security Guarantees“ wird der weg der skulptur „The Original Deer“ von Zhanna Kadyrova auf einem lastwagen aus pokrovsk im donbass, bevor es von russland erobert wurde, quer durch die ukraine und europa bis in die giardini auf der biennale arte 2026.

im pavillon der emirate daneben geht es vor allem um sound aus kleinen von der decke hängenden boxen.

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Genti Korini: A Place in the Sun, pavillon albanien
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Aline Bouvy: La Merde, pavillon luxembourg
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Nilbar Güreş: A Kiss on the Eyes, pavillon türkei
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Nonument Group: Soundtrack for an Invisible House, pavillon slovenien
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Nabil Nahas: Don’t Get Me Wrong, pavillon libanon
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MAREUNROL’S, Bruno Birmanis: Untamed Assembly: Backstage of Utopia, pavillon lettland
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Across Words, pavillon timor-leste
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No Need To Sparkle; Experiments in Love and Revolution

im pavillion maltas fällt mir vor allem eine videoinstallation mit schwarz-weiss zeichnungen von Raphael Vella: „Praying for a Revolution That Will Never Come“ ins auge.

Guided by a philosophy of “doubting well”, the pavilion attempts to counter the certainty of political rhetoric and the extremes in which the world finds itself. That is, not a paralysis leading to inaction, but rather a call to action, and a vital act of resistance. (Biennale-Webseite Pavillon Malta)

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Norton Maza: Inter-Reality, pavillon chile
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im pavillon chiles steht in einem weißen raum ein kaltes weißes gebilde, eine figur deutet an, dass man durch kleine löcher ins innere schauen kann und eröffnet sich eine andere, warme, bunte und naturverbundene welt.

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Ranjani Shettar: Under the same Sky, Asim Waqif: Chaal, Geographies of Distance: Remembering Home, pavillon indien
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Nick Cave: Amalgam (Origin)
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Chiara Camoni: Con te con tutto, pavillon italien
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Dream Stream, pavillon china
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am ende der ausstellung im arsenal kommen dann die pavillions italiens und chinas und der anschließende giardino delle vergini mit einigen weiteren skulpturen wie dem botanischen objekt symbiosis, das noch zum beitrag chinas gehört. ausserdem gibt es noch kleine häuschen von denen die meisten gerade renoviert werden, aber in einem mit efeu überwucherten kleinen haus ist noch eine „Parfumerie“

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Symbiosis, Dream Stream, pavillon china
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Nick Cave: Amalgam (Meditatio)
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Clarissa Herbst + Dominique Rust: Parfumerie

ich laufe nochmal zurück durch die ausstellung zurück zum haupteingang, wo poster der biennale besonders queers und trans menschen willkommen heißen und dann für eine pizza zur via giuseppe garibaldi. dann geht es durch den kleinen park mit der viale giuseppe garibaldi zur vaporetto station giardini und im sonnenuntergang zurück zum lido.

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Welcome queers and trans people, Welcome to Venice. biennale arte 2026
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am sonntag fahre ich dann zu den giardini. dieses jahr nehme ich den seiteneingang auf der insel sant‘ elena und gehe gleich als erstes zum pavillon österreichs von dem ich schon im vorfeld gelesen haben.

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im innenhof werden die besucher*innen von den performerinnen, die den pavillion bewohnen, empfangen und aufgefordert, in zwei dixi-klos ihren urin zu spenden. in aufwändigen technischen installation der „Seaworld Venice“ wird er zu sauberen wasser verarbeitet.

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das wasser fließt in die räume des pavillons und in einen wassertank im zentrum, in dem eine performerin im wasser lebt. in zwei anderen räumen fahren sie regelmäßig jetski und hängen sich an einem pole mit mehreren windfahnen auf.

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jede stunde hängt eine performerin in der glocke vor dem pavillon und läutet.

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weil ich diesmal in dem teil der giardini auf sant‘ elena gestartet bin, schaue ich mir auch zunächst die weiteren pavillions und objekte in diesem teil an.

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Predrag Djaković: Through Golgotha to Resurrection, pavillon serbien
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Alvaro Barrington: Labor Day Parade ’91
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Armen Agop: Silence Pavilion: Between the Tangible and the Intangible, pavillon ägypten
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Bogna Burska, Daniel Kotowski: Liquid Tongues, pavillon polen
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Anca Benera, Arnold Estefán: Black Seas – Scores for the Sonic Eye, pavillon rumänien
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Rosana Paulino: Aracnes, Adriana Varejão: Still Life amid Ruin, Comigo ninguém pode, pavillon brasilien
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Andreas Angelidakis: Escape Room, pavillon griechenland
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zum pavillon rumäniens hatte ich ja schon am mittwoch im ladenlokal am campo santa fosca den video zur ausbeutung der wüste und des meers für rohstoffe gesehen. insgesamt am spannensten find ich bis hierher aber die beiden pavillons an den enden dieses durch den rio dei giardini abgespaltenen teils der giardini, österreich und giechenland. irgendwie habe ich im kopf, dass das schon öfter so war hier.

jetzt laufe ich auf die andere seite des rio dei giardini zu den größeren pavillions im zentrum. irgendwo habe ich von der hierarchischen struktur der pavillions gelesen und rein von der architektur sieht das schon genauso aus.

der israelische pavillon ist hier wegen renovierungsarbeiten geschlossen, nachdem er vor zwei jahren zwar bespielt, aber wegen des kriegens ebenfalls geschlossen war. diesmal gibt es einen alternativen ort im arsenale mit einem ensemble von tropfen die von oben in in schwarzes becken tropfen.

ich laufe weiter zum pavillion finnlands und ungarns und von hier aus denn einmal rund um die „großen pavillions“.

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Jenna Sutela: Aeolian Suite, pavillon finnland
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Endre Koronczi: pneuma cosmic, pavillon ungarn
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Alma Allen: Call Me the Breeze, pavillon usa
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How Many Angels Can Dance on the Head of a Pin? pavillon der skandinavischen länder finnland, norwegen und schweden
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Maja Malou Lyse: Things to Come, pavillon dänemark

im pavillon dänemarks geht es um den  weltweiten rückgang der männlichen fruchtbarkeit. in einem raum der auf ca. 35° hoch geheizt ist wird pornostar nicolette shea als laborwissenschaftlerin in einer samenbank im jahr 2045 gezeigt. es geht auch um die verbindung von digitalen darstellungen von porno, die nach studien die auch die spermienmotilität deutlich erhöhen.

gegenüber geht es im pavillion der schweiz um homosexualität im fernsehen und die ungelösten herausforderungen des zusammenlebens.

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The Unfinished Business of Living Together, pavillon schweiz
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Anastassija Karnejewa (Kuratorin): Der Baum ist im Himmel verwurzelt, pavillon russland
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der pavillion russlands ist wieder geschlossen. zur eröffnung der biennale während der vorbesichtigungstage für fachleute vom 5. bis 8. mai fanden im pavillion unter ausschluss der öffentlichkeit verschiedene darbietungen im einer art volksmusikfestival unter dem titel „Der Baum ist im Himmel verwurzelt“ statt, von dem jetzt von draußen videos zu sehen sind. eine vollständiger öffnung des pavillions stünden die europäischen sanktionen nach der EU verordnung 833/2014 entgegen. trotzdem veranlasste die zulassung des russischen beitrags die EU kommission der biennale eine EU zuschuß von zwei millionen euro zu entziehen. die jury der biennale trat aus protest zurück und die eröffnung mit dem festival im russischen pavillon war von protesten russischer künstler*innen, unter ihnen auch pussy riot, begleitet.

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How Many Angels Can Dance on the Head of a Pin? pavillon der skandinavischen länder finnland, norwegen und schweden
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Ei Arakawa-Nash: Grass Babies, Moon Babies, pavillon japan
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Liberation Space: Fortress/Nest, pavillon südkorea
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Sung Tieu, Fassade trompe-l’oeil mosaic, Ruin, pavillon deutschland
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Henrike Naumann: Pre-War + Post-War I – East German Art History, Ruin

der deutsche pavillion wurde diesmal von sund tieu die als kind vietnamesischer vertragsarbeiter*innen in der ddr aufwuchs, mit einem mosaik im stile des plattenbaus in der gehrenseestrasse in ostberlin, einem der größten wohnblocks der vertragsarbeiter*innen in der ddr, gestaltet. auch im pavillion läßt die kurz vor der biennale verstorbene henrike naumann mit einer interpretation eines sozialistisch-realistischen wandgemäldes ein stück ddr aufleben.

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Abbas Akhavan: Entre chien et loup, pavillon kanada
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Lubaina Himid: Can Flies Settle Here, Predicting History: Testing Translation, pavillon grossbritannien
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Yto Barrada: Comme Saturne, pavillon frankreich
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Jakub Jansa, Selmeci Kocka Jusko: The Silence of the Mole, pavillon tschechien und slovakei
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Margaret Whyte: Antifragile, pavillon uruguay
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Oriol Vilanova: Los restos, pavillon spanien
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Miet Warlop: IT NEVER SSST, pavillon belgien
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Untitled (A gathering of remarkable people), pavillon katar
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Dries Verhoeven: The Fortress, pavillon niederlande

katar ist erstmals mit einem – diesmal noch temporären – pavillion vertreten in dem videos auf einer großen leinwand gezeigt werden und vor allem eine küche an einer theke die möglichkeit bietet, essen und trinken anzubieten. gerade vor allem eine gute gelegenheit, sich mit trinkwasser zu versorgen 😉

der pavillon der niederlande wird als festung selbst zum objekt in dem keine ausstellung sondern regelmäßige performances in denen verschiedene darsteller*innen die mit einer gutturale gesangstechnik aus dem death metal, dem grunting botschaften „love yourself“ oder „care for yourself“ in den raum geben. dazu verschließt sich der pavillon nach dem einlaß zu jeder vollen stunden, rolladen fahren herunter, der pavillion wird zur festung. ich sehe eine performance von Misty Superdeluxe.

nun geht es diesmal am ende, am späten nachmittag in den zentralen pavillion in den giardini.

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Otobong Nkanga, central pavillon
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Big Chief Demond Melancon: Amistad Takeover
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Edouard Duval-Carrié: The Vodou Parthenum, Poto Mitan, Milocan ou La Migration des Esprits (Serie) u.a.
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Edouard Duval-Carrié: The Crossing
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Ebony G. Patterson: …fester…
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Tammy Nguyen: Love Justice, You Rulers of the Earth
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Werewere Liking: Nourrices de lumières
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Daniel Lind-Ramos: Talegas de la Memoria II
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Celia Vásquez Yui: The Council of the Mother Spirits of the Animals u.a.
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Yoshiko Shimada: Enoki at the Cumaean cave, My rights have nothing todo with your morality, Battle against J.A.M.S., Napoli WS, Prophecy after the Pandemic
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Godfried Donkor: Michael & the Dragon
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Godfried Donkor: Powerman
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Sawangwongse Yawnghwe: Which Way to Land? An Open Question about Burma’s Fate + The Idiot’s Parallax
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Sawangwongse Yawnghwe: The Idiot’s Parallax

hier finden sich in diesem teil der von  kuratierten haupausstellung „In Minor Keys“ einige der künstler*innen aus dem arsenale wieder, wie Werewere Liking oder Daniel Lind-Ramos. insgesamt überzeugt mich das konzept der ausstellung, auch wenn es diesmal weniger politisch, eben in „Moll“ erscheint. aber trotzdem bunt und mit viel lebensfreude in dem werken, was in der heutigen zeit vielleicht besonderes wichtig ist. daran erinnert auch nochmal die skulptur aus dem projekt der ukraine, “Security Guarantees”, das im arsenale schon als video dokumentiert wurde. hier jetzt hängt die skultur auf einem transporter am ausgang der giardini.

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Zhanna Kadyrova: The Original Deer, Security Guarantees, ukraine
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nach dem langen tag fahre ich direkt zurück zum lido und am montag, wo ohnehin die meisten ausstellungen der biennale ihren ruhetag haben, bleibe ich auch dort und machen nochmal die kleine strandwanderung vom free beach zum naturschutzgebiet an der nordspitze, schwimme im meer und erhole mich etwas.

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thomas molck

Veröffentlicht21. August 2026 von xthomas in Kategorie "it venedig

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