venedig 2026 – castello & san marco, giudecca, san sèrvolo, lido & canale grande
in der zweiten woche besuche ich weitere ausstellungsorte der biennale in castello, san marco und auf der insel san sèrvolo, geniesse strand und schwimmen im meer am lido und fahre am samstag dann auf dem weg nach hause nochmal durch den canale grande zur piazzale roma.
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am dienstag fahre ich wieder mit der kleineren vaporetto linie nr. 5.1 die vom lido aus nördlich um die stadt herum fährt und fahre zur station bacini – arsenale nord. hier liegt nördlich des arsenales ein kleine wohngebiet und in alten lagerhallen am hafen eine art kulturzentrum. über einem alten dock ist die große skulptur von Lorenzo Quinn „Building Bridges“, die er hier bei der biennale 2019 aufgebaut hat. daneben soll auch ein weiterer collateral event der aktuellen biennale sein, „Nabatele“, eine fliegende installation einer synagoge, ein projekt des jüdischen museums montreal. aber leider ist „Nabatele“ nicht da, nur ein hinweis „Nabatele is currently undergoing maintenance and will fly again in the coming days“.
von der nordseite des arsenale hafenbeckens setze ich mit einer kleinen fähre über zum giardini delle vergini am nordausgang des arsenale ausstellung und schaue mir ein paar skulpturen nochmal in der sonne an. direkt daneben liegen noch die pavillons der mongolei und nord-mazedoniens, wobei auch letzteren zwar ein plakat an einer hauswand hinweist, aber keine ausstellung zu finden ist. danach geht es dann weiter auf die kleine insel san pietro di castello zu einigen weiteren nationalen pavillons und collateral events.
von san pietro di castello geht es dann zurück richtung der via giuseppe garibaldi, unter anderem zum pavillon des vatikans in dem hier – neben den gärten bei der ferrovia station wo ich schon war – noch eine ausstellung ist, die alexander kluge vor seinem tod noch mit konzipiert hat.
in einer schule nahe beim garibaldi denkmal liegt der pavillon estlands und an der riva dei sette martiri an der lagune weitere pavillons, wie der pavillon thailands, der erst so spät geöffnet wurde, dass er es gar nicht in den katalog und auf die webseite der biennale geschafft hat und der pavillon ecuadors mit einem spannenden video über körpererfahrung und gemeinschaftliches leben im gesamten amazonasgebiet. der pavillon somalias daneben im palazzo caboto ist aber heute wohl geschlossen.
ich laufe dann noch weiter zum haupteingang der arsenale ausstellung, wo es auch ein paar externe pavillons und collateral events gibt, aber ich besuche nur noch drei bis zur schließung für heute und esse danach noch an der via giuseppe garibaldi. im pavillon aserbaidschans besuche ich den „Entropy Altar“ vor dem man platz nimmt und „From the flux of pure quantum randomness seven specific words will be generated and revealed to you“.
am mittwoch setze ich meine tour dann in castello fort, wo ich gestern aufgehört habe und fahre zur station giardini mit dem denkmal der partisaninnen von venedig und besuche nochmal die pavillons ecuadors und aserbaidschans die ich besonders spannend fand. heute ich auch der pavillon somalias geöffnet, das im palazzo caboto zum ersten mal an der biennale teilnimmt.
nahe bei der vaporetto station arsenale ausstellung geht es dann zum pavillon kasachstan, bei dem heute aber leider die ausstellung geschlossen ist, weil die filme von einem server aus kasachstan kommen und die verbindung gerade nicht funktioniert. daneben gibt es aber noch einen weiteren collateral event. von da aus geht es dann weiter westlich am arsenale entlang fast bis zur anderen seite an die lagune bei der vaporetto station celestia und dort auf das arsenale gelände zu den pavillons panamas und armeniens die dort in alten hallen liegen. im pavillon panamas beschädtigen sich Antonio José Guzmán and Iva Janko mit den erinnerungen von während des baus des panama-kanals vertriebenen communities.
danach will ich weiter in den westlichen teil von castello, merke aber plötzlich, dass ich meinen rucksack irgendwo vergessen habe. so angenehm es ist ohne rucksack zu laufen, weder ich doch etwas panisch und laufe zurück zu meinen letzten stationen und im pavillon aserbaidschans wurde er tatsächlich gefunden und es ist auch noch alles da.
jetzt ist in der nähe auch der collateral event mit Maria Cristina Crespo‘s „Infinito Cabinet“ geöffnet, der eben noch geschlossen war. dann geht es weiter ins innere von castello zum pavillon zyperns, zu dem ich eigentlich schon wollte, als ich den verlust meines rucksacks bemerkte. aber hier funktionieren einige objekte leider nicht, weil es gerade ein problem mit dem strom gibt. aber ein kleines objekt bewegt sich doch, wohl mit batterien.
und danach laufe ich dann weiter auf der riva degli schiavoni an der lagune entlang zu einer weiteren bündelung von pavillons und collateral events rund um den campo bandiera e moro.
wieder etwas weiter im zentrum von castello liegen dann die pavillons litauens, montenegros und kroatiens.
zum abschluss des tages laufe ich dann nochmal in die nähe des markusplatzes zur videoinstallation des collateral event „taiwan pavillon“ im palazzo delle prigioni, die ich auch sehr spannend fand und stelle fest, dass es in den gestalteten sitzgelegenheiten sogar integrierte ladekabel für handy’s gibt 😉 und danach geht es dann mit dem vaporetto zum sonnenuntergang und abendessen nach giudecca.
am donnerstag fahre ich dann durch den canale grande bis zur rialto brücke um noch die letzten pavillons und collateral evants in san marco zu besuchen. beim pavillon vietnams – auch zum ersten mal bei der biennale dabei – klappt das erstmal nicht, weil er auch vorübergehend geschlossen ist. aber in der nähe gibt immerhin viele gondoliere zu sehen.
auf dem weg zum nächsten pavillon portugals, in dem „RedSkyFalls“ ein intelligentes sensor-ökosystem aus seismische aktivität reagiert, entdecke ich noch eine schöne ausstellung in der future’s art gallery im palazzo pisani revedin.
danach besuche ich noch den pavillon bosnien- und herzegowinas nahe der vaporetto station san samuele und laufe dann weiter zur ponte dell’accademia wo es im palazzo franchetti auch wieder zwei collateral events gibt. „TURANDOT: To the Daughters of the East” zeigt werke von künstlerinnen aus der zentralasien und „Instruments of the Mind“ ist eine werkschau von Vyacheslav Akhunov aus Uzbekistan mit vielen arbeiten aus der zeit der sowjetunion, wie 1m² mit kleinen pocketdarstellungen von künstlern des 20. jahrhunderts, die damals in der USSR nicht ausgestellt werden durften.
am ende fahre ich dann nochmal zum arsenale in der hoffnung, dass der pavillon kasachstans wieder geöffnet ist. ich habe glück und sehe nicht nur die skulpturen im hof, die auch gestern schon zugänglich waren sonder kann auch in die vierte etage zu den aus kasachstan gestreamten videos hinaufsteigen. in einem raum laufen alte fernsehaufnahmen mit berichten und statements das von unterirdischen atomtests auf dem semipalatinsk textgelände und an den wänden hängen küchenrezepte für pilze.
FEBRUARY 26, 1987 AT 8:00 A.M. MOSCOW TIME IN THE SOVIET UNION AT THE TEST SITE IN THE SEMIPALATINSK REGION A UNDERGROUND EXPLOSION WAS CONDUCTED WITH A YIELD OF UP TO 20 KILOTONS IN THE FIELD OF NUCLEAR EXPLOSION PHYSICS … Many have lived there for twenty or twenty-five years and have developed no illnesses related to increased radiation . Quite close to the test site, we have garden plots where wonderfull tomatos, watermelons and melons are grown (Untertitel der Videos in Mansur Smagambetov’s „The Audibility of Childhood”)
nachdem ich heute nicht mehr soviel in san marco und castello unterwegs war, nutze ich das noch warme wetter ohne regen nochmal zum schimmen und fahre diesmal auf dem lido nach süden zum „free beach“ am anderen ende, wo die lange mauer am meer beginnte, weshalb der strand „Murazzi Spiaggia libera“ heisst. da laufe ich dann nochmal etwas am strand entlang bis zum filmpalast der biennale cinema.
am freitag kommt dann der vorhergesagte regen und ich bleibe erstmal im hotel um etwas an meinem notizen zu arbeiten. am frühen nachmittag lockert es etwas auf und ich mache mich nochmal auf dem weg nach san sèrvolo, wo der pavillon guinea’s ausstellt. unterwegs an der station san zaccaria gibt es dann doch nochmal einen platzregen der sich von den dunklen wolken über san sèrvolo schon angekündigt hatte. so kommt dann doch auch noch mein schirm zum einsatz und am ende freue ich mich auf der insel, weil der pavillion doch noch eine reihe schöner bilder zeigt. auf san sèrvolo bleibe ich dabei weitgehend im innenraum und komme dann auch mit der einzigen verbindung der vaporetto linie nr. 20 direkt von san sèrvolo zum lido zurück.
am letzen abend gibt es dann doch noch etwas sonne und einen schönen sonnenuntergang.
am samstag schwimme ich dann nochmal am strand beim naturschutzgebiet im norden, wo mir der freie strand am besten gefallen hat und fahre dann am frühen nachmittag nochmal mit der vaporetto linie nr. 2 vorbei an giardini und arsenale und dann durch den canale grande zur piazzale roma. von hier auch nutze ich diesmal den actv aerobus zum flughafen, der in meiner venezia unica monatskarte enthalten ist. die busfahrt ich auch ok, auch weil ich die fahrt in der kabine der alilaguna boote ohnehin nicht mag und so komme ich dann auch direkt am terminal an während der weg von der anlegestelle nochmal etwas weiter wäre.





































































































































