Februar 3

litchfield dreams

litchfield dreams heisst die tour in den litchfield national park. unmenschlicherweise geht es schon um sieben uhr morgens los zu den jumping crocodiles am adelaide river.

die kleine tourgruppe die im vierradantrieb-transporter aufbricht ist bunt gemischt. nathalia, die opernsängerin aus melbourne, amanda, die literatur- und antrophologie lehrerin aus bulgarien, allison aus der nähe von melbourne und steward aus adelaide.

alle sprechen sogar ein wenig deutsch, nathalia kommt ursprünglich auch aus bulgarien und ist in berlin aufgewachsen und allison war wärend der fussball weltmeisterschaft dort.

steward ist bei der navy und allison bei der air force. die beiden sind gerade mal 19 jahre alt. die army hat sie angeworben, indem sie ihnen wie andern jungen männern auch ein studium angeboten haben, wenn sie sich für 15 jahre verpflichten. sie sind in darwin “for some working expirience”, was bedeutet dass sie hier fliegen. join the army für freiheit und abenteuer …

nathalia fragt unseren guide, wo die aboriginals leben. er sagt, die wohnungslosen leben in “the longgrass”, aber die meisten leben arbeiten und leben in denselben siedlungen wie die non-aboriginals. in bachelor am rande des litchfield national park gibt es ein spezielles college für aboriginals.

zunächst fahren wir den steward highway entlang. dabei begegnen wird immer wieder den “road trains”, trucks mit drei bis fünf anhängern die bis zu 50 meter lang sind um cotainer, kühe und anderes über den kontinent zu transportieren.

am adelaide river gibt es erstmal kaffee und schlangen zum anfassen und streicheln. schon beeindruckend, so ein tier um den hals hängen zu haben. nur sonnencreme oder insekten-abwehr-mittel sollte man vorher nicht nutzen, dass mögen sie nicht.

mit einem schiff fahren wird über den adelaide river und tatsächlich springen die krokodile angelockt vom fleisch das ihnen hingehalten wird aus dem wasser in die luft. mit süsswasser krokodilen (freshies) kann man sogar schwimmen, mit salzwasser krokodilen (salties) kann das tödlich sein.

auf der weiterfahrt richtung nationalpark machen wir noch kurz halt an der “darwin crocodile farm” um ein paar krokodil-beinchen zu esse, die so ähnlich wie “chicken wings” schmecken.

weiter geht es zu einem imbiss am rande des nationalparks der seit ca. 10 jahren von einer famlie aus berlin betrieben wird. australien ist immer noch ein einwanderungsland, wobei einwanderer aus ländern wie grossbritannien oder deutschland immer mehr willkommen waren als einwanderer vom benachbarten asiatischen kontinent.

zum beispiel mussten zu beginn des 20. jahrhunderts einwanderer ein 50-wörter-dikat in einer beliebigen europäischen sprache nach wahl der aufsichtsperson schreiben können. in der praxis wurden diesem test vor allem nicht-europäer unterzogen die meist daran scheiterten.

nach dem lunch fahren wir dann in den national park zuerst zu den “Magnetic Termite Mounds” (termitenhügeln) und dann zu den wasserfällen inmitten von tropischen regelwald. sehr nett, hier zu schwimmen, unter die wasserfälle zu tauchen, von klippen zu springen, …

so verbringen wir ein paar stunden an den “florence falls” und den “buley rock holes” um dann am späten nachmittag zurück nach darwin zu fahren.”



thomas molck

Veröffentlicht3. Februar 2005 von xthomas in Kategorie "au darwin

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