August 21

am roten meer

samstag nachmittag bis montag verbringe ich in elat, der israelischen touristInnenhochburg am roten meer. ich laufe und fahre an der gesamten israelischen küste entlang, von der jordanischen bis zur ägyptischen grenze, schimme häufig und besuche delphine, ein unterwasser-restaurant, ein unterwasser-observatorium und das nördlichste korallenriff der welt.

am samstag nachmittag laufe ich durch das zentrum von eilat, das vor allem großen hotels und strandbars geprägt ist. während ich am strand entlanglaufe schallt meist die laute musik der bars die sich bis ans wasser über den strand ausgedehnt haben hinaus aufs meer.

in der mitte des bar-und-hotel-strandes liegt die einfahrt zum jachthafen mit einer klappbrücke von der jugendliche ins meer springen.

der bar-und-hotel-strand ist circa einen kilomenter lang und ein paar hundert meter danach kommt im osten auch schon die jordanische grenze mit zäunen und stachendraht bis in meer hinaus.

am abend suche ich erfolglos ein internetcafe in dem die rechner einen usb-zugang haben. internet gibt es zwar auch im youth hostel, aber dort sind die rechner fest in einer kiste verbaut und nur bildschirm, tastatur und maus kommen heraus.

dann gehe ich in einem unterwasser-restaurant essen. fh-studentInnen hatten sowas mal als idee für die zukunft auf der boot präsentiert. hier gibt es ein restaurant, 8 meter unter der meeresoberfläche schon länger. und es ist schon nett, beim essen am fenster die unterschiedlichsten fische vorbei ziehen zu sehen.

am sonntag vormittag finde ich dann ein geeignetes internetcafe an der zentralen bus station, und es scheint tatsächlich das einzige zu sein. nachdem ich meine berichte vom toten meer und der negev wüste gepostet habe fahre ich zum dolphin reef nach süden.

hier kann man „delphinen in ihre natürlichen umgebung begegnen“ und tatsächlich war das projekt ursprünglich so angelegt, dass die delphine selbst enscheiden konnten, ob sie im „dolphin reef“ bleiben oder aufs meer hinaus wollten. allerdings musste diese freiheit eingeschränkt werden, nicht weil die delphine abhauen wollten sondern weil die vielen kleinen schiffer und die hafenindustrie um das „dolphin reef“ herum wenig rücksicht auf die delphine nahmen.

ich setzte mich auf einen schwimmenden steg und tatsächlich schwimmen delphine unter mir her und einmal taucht einer auch direkt vor mir auf und berührt mich fast.

leider hat meine kleine digitalkamera – vermutlich wegen der hitze hier – ausfälle. daher sind die digitalen bilder von den delphinen leider verschwunden.

es ist schon nett, den delphinen so nah zu sein. für 230 schekel kann man auch „mit den delphinen“ schwimmen. das heißt allerdings in erster linie in der nähe der delphine zu schwimmen. wirklich mit den delphinen schwimmen hier nur die leute, die hier arbeiten.

also spare ich mir die 230 schekel und schwimme ohne zusätzlich zu zahlen in einem bereich, der mit einem schwimmenden zaun von den delphinen abgegrenzt ist. trotzdem bin ich ihnen im wasser auch hier recht nahe.

am nachmittag besuche ich das unterwasser observatorium. hier ist eine aussichtsplattform nach oben und unten ins rote meere gebaut, von der man sich unten verschiedenste korallen und fische durch glasscheiben ansehen kann.

den montag montag verbringe ich dann weitgehend mit sonnen und baden. auch hier ist es tagsüber immer über 40 grad und so bietet es sich geradezu an die zeit im wasser und in der sonne liegend zu verbringen.

zunächst fahre ich nochmal richtung süden zum coral beach. hier gibt es einen kleinen naturpark neben dem unterwasser observatorium mit einem 1200 meter langen korallenriff. es ist das einzige koarallenriff in israel und vermutlich auch daher besonders geschützt. über brücken kommt man zu tieferen wasser von aus das riff erschnorchelt werden kann.

während ich an den korallen vorbeischwimme begleiten mich erstaunlich viele fische, teilweise schwimmen sie sogar nah bei mir. auf jeden fall macht es spass sich in dieser unterwasserlandschaft zu bewegen und so bleibe ich ein paar stunden in dem naturpark, schimme und tauche ein paar mal und lese dazwischen in der sonne.

später, zurück im zentrum von elat, gehe ich nochmal zum schwimmen an den zentralen strand. aber hier ist es mir im grunde zu voll und zu laut mit der schlechten musik die von den bars bis aufs wasser schallt und massen von urlauberInnen.

trotzdem kann man hier gut schwimmen weil es sehr schnell tief wird und es einen sehr großen bereich zum schwimmen mit kleinen gerüsten aus eisen und holz gibt.



thomas molck

Veröffentlicht21. August 2006 von xthomas in Kategorie "il negev

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