fourni
die kleine insel fournie zwischen samos und ikaria ist mir wegen ihrer fragmentierten struktur direkt in auf der karte aufgefallen, so dass ich sie direkt in meinen reiseplan eingebunden habe. ich erkunde zuerst den hauptort und die nähere umgebung mit mühlen auf einem hügel und entspannten schönen stränden und dann an zwei tagen mit einem roller den rest der insel. ich verbringe hier fünf tage, auch weil die großen fährlinien blue star und dodekanisos seaways die insel gar nicht jeden tag anfahren und so passte es mit den daten für die fähre von pythagoreion auf samos und die weiterreise.
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es passt aber auch, weil ich das insel-hopping diesmal etwas ruhiger angehen will und mir auch mal zeit für ruhetage lassen will. dafür scheint mir die kleine und ruhige insel auch ganz gut geeignet.
am freitag geht es von pythagoreion erstmal super früh um 8.00 uhr morgens mit der dodekanisos pride los. die fährt freitags die nördlichen dodekanes entlang von samos über fourni, ikaria, patmos, lipsi, leros und kalymnos bis nach kos und dann denselben weg wieder zurück.zdie fähre braucht nur eine stunde und so bin ich schon um 9.00 uhr auf fournie. das cafe unter meiner unterkunft ist auch nur ein paar schritte vom anleger entfernt und so komme ich direkt entspannt bei einem sehr leckeren cappuchino an.
es bleibt aber nicht so ruhig, denn ich bekomme eine nachricht meines hotels auf samos, dass ich meine schlüssel nicht da gelassen habe. als ich aufgebrochen war, war noch niemand da und ich sollte sie einfach an der rezeption liegen lassen. tatsächlich sind sie aber noch in meiner hosentasche. erstmal erreiche ich niemanden im hotel remezzo und überlege schon, ob ich in den kommenden tagen nochmal zurück nach samos muss. das ginge aber nur mit einer übernachtung auf samos und für die rückfahrt müsste ich mit dem bus zu einem anderen hafen auf samos. damit wären es dann aber nicht mehr die geplanten ruhigen tage auf fourni. bei den dodekanisos seaways lese ich, dass sie auch fracht befördern. vielleicht ist das ja eine option. ich nutze die zeit, weil mein zimmer ohnehin noch nicht fertig ist, und suche die lokale reiseagentur auf fourni. das symbol auf der karte auf der dodekanisos seaways webseite passt nicht so richtig, aber dann finde ich den laden direkt auf der „hauptstrasse“.
tatsächlich kann ich die schlüssel aufgeben. dazu besorge ich mir in einem anderen laden einen briefumschlag und nachdem ich marco im hotel remezzo erreicht und abgestimmt habe, dass sie die schlüssel von der fähre abholen, kaufe ich in der agentur ein ticket für 2,50 euro um damit die „fracht“ am späten nachmittag zur dodekanisos pride zu bringen, wenn sie auf dem rückweg nach samos wieder hier anlegt.
nachdem ich das problem so einigermaßen gelöst habe, spricht mich aglaia an. sie kassiert erstmal die kosten, meint dann aber, mein gebuchtes kleines doppelzimmer sei für fünf tage nicht so toll und sie würde mir stattdessen ein hochwertigeres appartement in ihrem appartementhaus in etwas höherer lage zum selben preis anbieten. entweder im erdgeschoss mit gemeinschaftsterasse oder in den höheren etagen mit eigenem balkon mit toller aussicht. da die appartements aber noch teuerer seien, wäre es dann ohne frühstück inclusive.
ich bin etwas überfordert und auch etwas misstrausich. ich möchte erstmal das eigentlich gebuchte zimmer sehen um zu bewerten ob es wirklich nicht so toll ist. sie geht mit mir zum hintereingang, zeigt aber nicht das zimmer sondern nur ein bild davon auf dem handy. schon etwas seltsam. das angebotene appartmenthaus kann man am hügel auf der anderen seite des hafens sehen, die lage scheint tatsächlich toll zu sein, aber es liegt auch recht weit oben und nicht mitten im ort wie das café.
schließlich lasse ich mich doch darauf ein woraufhin aglaia mich bittet, bei booking.com eine kostenlose stornierung der ursprünglichen buchung anzufragen, die sie dann kurz danach bestätigt. vielleich diente die ganze aktion auch nur der vermeidung der booking.com gebühren.
ihre schwester fährt mich dann mit meinem trolley mit dem auto herauf zum appartement haus. später lese ich die bewertungen für die appartements nach, die eher gemischt ausfallen. vor allem die vielen stufen um das haus zu erreichen werden oft beklagt. und die tatsächlich deutlich höheren preise für die appartements werden immer wieder als überhöht bezeichnet. ich bin nicht so richtig sicher, ob ich richtig entschieden habe, aber letztlich arrangiere ich mich jetzt damit.
jetzt ist es mittag und ich mache mich wieder auf den weg, zuerst zur nahegelegenen kirche der heiligen dreifaltigkeit und dann herunter in den ort, der relativ schnell erkundet ist. es gibt die „hauptstraße“, ähnlich wie in pythagoreion, mit den meisten geschäften, der reiseagentur, supermärkten, café’s und einem restaurant. am ende gibt es einen kleinen netten platz unter bäumen und dann kommt man auch schon an den rand des kleinen ortes.
nach meinem ersten rundgang schwimme ich am kleinen strand direkt am hafen. dann will ich mich auf den weg zum fähranleger machen, aber sehe bei marine traffic. dass die dodekanisos pride noch bei patmos ist und noch nicht kurz vor fournie. also lasse ich mir etwas zeit. die fähre kommt dann mit einer guten halben stunde verspätung und die abfertigung auf fourni wird recht zügig durchgezogen. ich gehe an bord um meine „fracht“ abzugeben und dann kurz bevor die klappe wieder hochgezogen wird, bin ich wieder an land. später schreibt mir dimitra vom hotel remezzo, dass es geklappt hat und die schlüssel wieder im hotel sind.
ich setze mich noch etwas ins café aglaia, trinke einen weiteren sehr leckeren cappucino und mache den blogbeitrag zu samos für mein weblog fertig, später esse ich dann im restaurant auf der „hauptstraße“, es ist etwas rustikal aber ich sitze ja auf der straße und es passt auch irgenwie zu lammkoteletts.
nach kleinen einkäufen, vor allem von getränken, laufe ich dann wieder hoch zum appartment, wo ich verschwitzt ankomme. optimal ist der ort nicht, dafür aber mit super blick auf hafen und ort 😉
samstag laufe ich nachdem ich ausgeschlafen habe dann wieder herunter zu aglaia’s café und nach dem entspannten frühstück springe ich direkt einmal am kleinen strand des ortes ins meer.
dann geht es wieder hoch zum appartment, weil ich weiter zum kampi strand auf der anderen seite des hügels will. dazu laufe ich den weg von meinem appartmenthaus weiter hoch bis zu den windmühlen oben auf dem hügel und von dort erstmal weiter zum ende der kleinen halbinsel. richtig ans ende komme ich nicht, aber ich habe einen schönen blick auf die kleine unbewohnte nachbarinsel kisiria die zwischen den inseln thimena und fourni liegt. auch von hier aus ist die zerklüftete küstenstruktur sehr beeindruckend. auf dem weg zurück sehe ich noch vom hügel aus eine blue star fähre die an dem kleinen anleger von fournie festmacht.
dann laufe ich herunter zum kampi strand an dem auch zwei segelboot ankern. der strand ist nicht sehr lang aber schon schön. am südlichen ende packe ich meine schnorchel aus und schwimme nochmal ausgiebig durch die ebenso zerklüftete unterwasserwelt.
ich sehe wie ein junge mann mit rucksack am ende des strandes die kleinen felsen hoch klettert. ich hatte da gar keinen weg gesehen aber ein blick auf die karte zeigt mir, dass es tatsächlich einen fussweg an der küste entlang zum nächsten strand gibt.
daher mache ich mich nach dem baden auch nochmal auf den weg, den pfad gibt es tatsächlich, aber er führt oft durch eng bewachsene sträucher und ist etwas mühsam. oben auf dem kamm des kleinen bergrückens zwischen den stränden habe ich eine schöne aussicht, kehre dann aber um weil der weg mir dann doch zu mühsam ist.
vom kampistrand geht es dann nocheinmal hoch zu den windmühlen und von dort sind es nur noch wenige minuten bis zu meinem appartmenthaus.
so kann ich noch duschen und andere sachen anziehen um dann wieder herunter in den ort zu laufen. nach mehreren tagen mit griechischem essen vom grill brauche ich nun mal etwas abwechselung und esse in der einzigen pizzaria im ort eine super pizza vesuvio.
am sonntag ist dann das ausgedehnte frühstück schon routine, zuerst mit einem kaffe und obst vor meinem appartement mit panoramablick auf den ort, dann geht es ca. 10 minute über die lange trepper herunter in den ort und zum café aglaia zum gebuchten frühstück mit dem leckeren cappucino, schinken, käse, brot und spiegelei unter schattenspendenden tamerisken.
von hier aus laufe ich dann in die andere richtung nach norden vorbei an einem verlassenen café mit exponierter lage an einer weiteren windmühle.
von dort geht es dann ein kleines stück über einen schönen pfad etwas oberhalb einer kleinen straße und dann weiter über die straße vorbei am psili ammons strand und dann wieder auf den nächsten hügel hinter dem sich eine kaserne und einer drohnen- und fotografieren verboten zone verbirgt. unterhalb der kaserne liegt der kalamos strand mit einer kleinen kapelle.
ich laufe noch etwas weiter nach norden auf den nächsten hügel und bis zur nächsten bucht, wo die unbefestigte straße dann aber endet und der weg wieder zu einem mit stäuchern zugewachsenen pfad wird, der nochmal weiter nach norden auf die halbinsel von petrokaravo führt. aber für diese wege bräuchte ich festere schuhe und eine lange hose was jetzt im hochsommer wieder zu heiß wäre. daher laufe ich zurück zum schwimmen am kalamos strand.
danach geht es dann wieder zum psili ammons strand, bei dem es einen längeren kai gibt auf dem ein großer runder schwimmkörper liegt. am psili ammons strand gibt es auch eine kleine bar und er ist nicht weit vom ort.
von dort laufe ich dann zurück in den ort und esse wieder griechich und sitze am hafen bis die sonne hinter thimena untergeht.
am montag ist der himmel über der insel leider etwas bedeckt, ein kleines wolkengebiet zieht bis zum fühen nachmittag über die insel. nach dem üblichen frühstück leihe ich mit einen rolle und mache mich auf den weg auf die südliche halbinsel fourni’s, da wo nach dem wetterradar am ehesten wieder die sonne scheinen soll.
am südende der insel in vlihada gibt es gleich zwei kleine strände nach süden und nach westen. in der großen bucht am südende liegt ein großes segelschiffe vor anker. die bucht ist quasi eingerahmt von zwei halfinseln die die südspitze fourni’s bilden. da die sonne nur langsam hervorkommt laufe ich zuerst noch über einen weg auf der östlichen halbinsel bis ans ende, wo ein kleiner bunker und ein eingemauerter wachposten als südliche verteidigungsstation liegen, aber weit und breit gibt es niemanden der wacht, das ganze wirkt eher verlassen.
auf dem rückweg setzt sich die sonne dann immer mehr durch und so spring ich an dem kleinerer, westlich gelegenen strand erstmal für eine ausgiebige schnorcheltour ins meer. danach wechsele ich dann die 20 meter zum anderen strand um auch dort nochmal ins wasser zu springen.
dann geht es wieder zurück über die südliche halbinsel. von der hauptstraße nehme ich dabei immer wieder abzweigungen die nach osten oder nach westen zu verschiedenen stränden führen, einer beindruckender als der andere.
und ausser der stränden gibt es immer wieder kleine kapellen order auch miniaturmodelle von kapellen am wegesrand. wieder in der nähe des hauptortes folgt dann noch der strand von petrokopio, elidaki und kampi bis ich wieder hauptort bin um noch einmal ins meer zu springen.
mit dem roller kann ich dann praktischerweise direkt vom baden zu meinem appartement fahren um zu duschen und später dann mit frischen klamotten wieder herunter zum essen.
am dienstag ist dann der himmel wieder blau und keine wolke trübt den sonnenschein und die knapp 30° die es hier die ganzen tage schon hat. aber unterweg mit dem roller ist das auch ganz angenehm. am letzten ganzen tag geht es dann nochmal auf die nördliche halbinsel, erstmal über die hauptstraße der insel herauf auf den kleinen berg oberhalb des hauptortes wo es natürlich wieder kapellen gibt und große sendemasten.
von hier aus blicke ich dann auch schon auf die ost- und die westküste der nördlichen halbinsel mit den vielen kleinen halbinseln die die fragmentarische struktur fornie’s ausmachen, die mich schon bei der planung auf der karte und auch aus dem flugzeug beim anflug auf samos beeindruckt haben. und auch dort gibt es wieder verschiedene strände.
vor dem berg im norden fourni’s biege ich dann einmal ab zum kleinen ort und strand kamari gegenüber der unbewohnten nachbarinsel agios minas, auch um hier nochmal im meer zu schwimmen.
von kamari geht es dann auf den mit mehr als 400 metern höchsten berg. jetzt wird es auf dem roller auch schon deutlich kühler und ich bin froh, dass ich neben dem tank-top noch ein t-shirt und einen nierengurt mitgenommen habe. nach der talfahrt im norden des berges komme ich dann nach chrysomilia, dem zweitgrößten ort auf fourni der hier in den hang gebaut ist und den ich nur über viele treppen zu fuß erkunden kann.
aus dem ort kann man schon herunterschauen zum kleinen hafen kampi chrisomilias, der unterhalb von chrysomilia am meer liegt. dahin geht es dann auch weiter, wobei der ort schnell erkundet ist. es ist aber auch schon spät und so mache ich noch einen kurzen abstecher zum agia triada strand in der nächsten bucht um noch einmal ins meer zu springen.
eigentlich hatte ich überlegt, in kampi chrisomilias zu essen und dann auf der rückfahrt direkt zum appartement zu fahren um zu packen. aber es ist jetzt schon kurz vor sieben uhr, spätestens um acht verschwindet die sonne hinter den bergen thimena’s und ich fürchte dann wird es zu kalt auf der rückfahrt nur mit t-shirt. also fahre ich direkt zurück und steige noch auf zur panagia kirche mit tollem blick auf den hauptort und die ganze nordhalbinsel.
am mittwoch kann ich dann mit dem roller mit meinem gepäck herunter zum frühstück in aglaia’s café fahren. um 16.30 uhr geht meine fähre, daher schreibe ich noch etwas an diesem blogbeitrag und laufe ich nochmal zum psili ammons strand zum baden. mit nur wenig verspätung macht dann die wirklich große blue star diagoras am kleinen anleger von fourni fest und ich fahre mit ihr zunächst nach ikaria und von dort nach patmos.

























































































































































